Ein kleines Weihnachtsgeschenk für den Eisbär

Liebe Ey,

endlich, endlich, endlich ist meine diesjährige Weihnachtskarte im Druck! In diesem Jahr ist das Motiv mal etwas ganz anderes – es gibt nämlich ein Original – also Handarbeit! Ich wollte schon so lange mal wieder etwas manuell gestalten – nun habe ich es getan – und es hat mir SOOOO viel Freude gemacht! Ich sollte das wirklich öfter tun, denn ich merkte, dass ich gar keine Übung habe. Aber die „Zufälle“ und die kleinen „Missgeschicke“ geben der Arbeit einfach das gewisse Etwas, das Persönliche, das Sympathische, die Wärme – was bei rein digitalen Arbeiten in der Form nicht entsteht. Aber wem sage ich das!

Die Karte ist „ein kleines Weihnachtsgeschenk für den Eisbär“ – 20 Cent pro Karte werde ich für den Klimaschutz und die Eisbären an den WWF spenden – 500 Karten lasse ich drucken.

Gedruckt wird ganz nachhaltig: Mit Biofarben und Ökostrom klimaneutral auf Recyclingkarton.

Eisbaer

Und dann habe ich noch etwas anzukündigen: In diesem Jahr findet am 17.11.18 ab 13:00 Uhr der Charity-Markt M’Arché im Carré in Tübingen statt – und ich werde mit einem Stand dabei sein. Der Clou an der Sache ist, dass von den Einnahmen des gesamten Benefiz-Markts 10% an ARCHE Intensivkinder gespendet werden.

 

Viele liebe Grüße

Beijos!

Ju

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spezifisch – der Weihnachtskarpfen

Liebe Ey,

bevor die Feiertage vorüber sind, möchte ich Dir auf diesem Wege mit meinem (tierfreundlichen) Weihnachtskarpfen noch schnell fröhliche Weihnachten wünschen.

spezifisch

Das Töchterchen hat vor kurzem in der Schule einen Linolschnitt angefertigt, was ich nun endlich auch mal ausprobieren wollte. Es hat total Spaß gemacht! Nun ziert er als Druck z.B. kleine Stofftaschen, in die dieses Jahr meine Weihnachtsgeschenke verpackt wurden.

Ganz viele liebe Weihnachtsgrüße

Ju

TÜpisch: Der Hölderlinturm

Liebe Ey,

ENDLICH, ENDLICH, ENDLICH ist mein 2. Tübingenmotiv, der Hölderlinturm, fertig geworden – er hat nun seit über einem Jahr angefangen auf meinem Schreibtisch gelegen.

Wie gefällt er Dir? Fällt Dir irgendetwas auf, was Dich stört? Ich habe nun so lange darauf geschaut, sodass ich es gar nicht mehr beurteilen kann. Wenn nicht, gehen die Daten noch heute zur Druckerei, damit ENDLICH eine neue Postkarte daraus werden kann.

Dir ganz liebe Grüße, willkommen wieder in Deutschland und viele Beijos

von Deiner Ju

Hoelderlinturm_blog

SEARA bei der Somerfest der Römerstein Schule, Mainz-Bretzenheim

Liebe Ju,

ich bin ganz neugierig zu hören, wie es bei Dir bei dem Markt der Möglichkeiten war.

Gestern durfte ich das erst Mal in dem Stand von SEARA dabei sein und meine Bücher aufstellen. SEARA ist einen deutsche Verein, der eine brasilianische Partnerorganisation in der Amazonasgebiet unterstützt. SEARA kümmert sich an mehr als 140 Kinder, Jugendliche und deren Eltern, in eine große Tagesstätte in der Stadt Santarém.

Bei dem Stand habe ich mit den Mittarbeitern: Timo, Ana und Hans vieles über die Organisation gelernt. Und dazu habe ich verschiedenen Lehrerin der Römerstein Schule kennengelernt. Daraus wird es sicherlich ein paar Lesungen für Onkel Flores entstehen.

Beijos

Sechs Monate nach der Schlammlawine von Rio Doce

Liebe Ju,

ich möchte eine schöne Nachricht, die ich bekommen habe, mit Dir / Euch teilen aber ich wollte Dir / Euch auch etwas weniger erfreulich erzählen, dass in den Medien in Deutschland, kaum berichtet wird.

 
Ich fange mit der schöne Nachricht an: ich habe dieser Woche erfahren, dass die Jury der Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur mein neues Buch Onkel Flores als Klima-Buch des Monats Juni 2016 prämiert hat! Ich habe mich sehr gefreut über diese Nachricht. Mit dieser Wahl erhält mein Buch das Recht, das Klima-Buch Gütesiegel zu verwenden. Hier den Link dazu:
 
 
Und jetzt erzähle ich Dir / Euch die weniger erfreuliche Nachricht: Für die, die das Buch noch nicht kennen, ich erzähle die Geschichte eines Schneiders und seines Neffe, die in einem Dorf am Ufer des São Francisco Flusses in Brasilien leben. Das Dorf ist von dem grauen Staub einer Fabrik bedeckt worden und genauso wie die Häuser in dem Dorf sind ihrer Einwohner traurig und farblos. Gegen die Verschmutzung der Fabrik kann einen normaler Bürger wie Onkel Flores nicht viel machen aber trotzdem hat meine Geschichte ein fröhliches Ende gefunden. 
 
Während ich das Buch gemacht habe, wusste ich nicht, dass mein Buch, „Onkel Flores, eine ziemliche wahre Geschichte aus Brasilien“,  so nah am echten Leben dran war. Im November letztes Jahr, als Onkel Flores noch in der Druckerei war, ist in Brasilien die größte Umweltkatastrophe aller Zeit passiert, nicht am São Francisco Fluss (der aber auch sehr gefährdet ist) sondern in einem anderen bedeutenden Fluss in Minas Gerais (die Gegend, wo ich herkomme), dem Rio Doce.  
 

ich wünsche den Betroffenen Menschen der Region auch ein besseres Ende für dieser traurige Geschichte.

Hier habe ich ein Zusammenfassung vom Ausmass dieser Katastrophe:

Beim Bruch eines Klärschlammbeckens einer Eisenerzmine im Bundesstaat Minas Gerais, flossen Anfang November 2015 rund 60 Millionen Kubikmeter Klärschlamm in den Rio Doce.

Es ist die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Brasiliens. Ein ganzer Fluss, mehr als 800 Kilometer lang, verseucht. Sechs Monaten ist es jetzt her, dass im Bundesstaat Minas Gerais ein gigantisches Staubecken mit giftigen Rückständen aus dem Eisenerzabbau barst. Der mit Schwermetallen belastete Schlamm ergoss sich in den Rio Doce – von seinem Quellgebiet bis zur Atlantikmündung und begrub mehrere Dörfer unter sich.
 
Bisher ist nicht viel zur Rettung passiert. Stattdessen: Lügen, Schweigen und Ablenkungsmanöver. Eine UN-Delegation war schon im Dezember letztes Jahr ins Unglücksgebiet gereist auf der Suche nach Antworten. Zwar haben sich die Betreiber verpflichtet, Schadensersatz an Anwohner und Fischer zu zahlen, von einer Rückkehr zum Alltag kann aber bisher kaum die Rede sein.
 
Der süße Fluss – wie der Rio Doce übersetzt heißt – macht seinem Namen derzeit keine Ehre. Was einst ein Naturparadies, die Heimat vieler Fischarten und die Lebensgrundlage Tausender Fischer war, ist sechs Monate nach der Schlammkatastophe über weite Strecken eine braune, undurchsichtige Brühe. Ein schlammbrauner Lindwurm aus Arsen, Quecksilber und noch weitere Schwermetalle, der sich auf über Hunderte von Kilometer bis zur Mündung in den Atlantik schiebt.
 
Samarco,  ist ein Zusammenschluss von zwei der drei größten Bergbaukonzerne der Welt: dem englisch-australischen BHP Billiton und dem brasilianischen Vale, an dem die brasilianische Regierung knapp 50 Prozent der Anteile hält.  Samarco hat bis jetzt die Geldstrafe noch nicht bezahlt, sich immer noch nicht mit der brasilianischen Regierung auf einen Entschädigungsplan geeinigt und das Leck in der Abfallbecken noch nicht beseitigt. Der Brühe läuft immer noch aus. Umweltorganisationen haben Samarco wegen Verachtung und Verbrechen gegen der Natur verklagt. Demnach soll das Unternehmen in den kommenden Jahren umgerechnet rund fünf Milliarden Euro für Sanierung und als Entschädigung aufwenden. Für die Staatsanwaltschaft in Minais Gerais ist das nicht ausreichend.
 
Zur Zeit sind mein Neffe Felipe und seine Frau, in der Mündung von Rio Doce in der Atlantik, 800 Km weiter von dem Unfallort entfernt. Sie machen eine Arbeit für die Firma Samarco, und registrieren Menschen und Familien, die vom Bruch der Damm betroffen sind. Sie sind meistens Fischer, Bauern und Händler, die ihre Arbeit ganz oder teilweise verloren haben. Das die Firma Samarco diese Arbeit fördert, ist dem Druck von Umweltorganisationen, wie IBAMA und ANA zu danken. 
 
Felipe hat mir die Fotos (unten) von der Mündung von Rio Doce in der Atlantik (Praia de Regência) geschickt. 
 

Viele von Euch werden sehr wahrscheinlich dieses Jahr die Olympiade im Fernseher anschauen oder sogar nach Brasilien fliegen, um vor Ort das Event zu erleben. Ich freue mich auch darauf und die Aufmerksamkeit und vielen Besucher sind superwichtig für die Brasilianer. Mir war es trotzdem wichtig, euch von diesen Problemen zu berichten. Im Moment läuft in Brasilien vieles nicht richtig aber das ist auf jeden Fall das schlimmste Beispiel für die Missstände.

Ey

Fotos: Felipe Vorcaro de Toledo

Die neue Verlagsvorschau von Baobab Books

Liebe Ju,

vor ein paar Tage war in meine Briefkasten eine tolle Überraschung. Die neue Verlagsvorschau von meinem Verlag Baobab, mit Onkel Flores vorne, ganz groß, auf dem ersten Seiten. Ich war so was für stolz. Schau Mal, das sind erste und zweite Seite des Heftes.

Und bald geht es in die Drückerei. Ende Februar ist Herr Flores endlich Mal da.

Beijos

Ey

Auf der Buchmesse

Liebe Ey,

jetzt sind schon wieder gut eineinhalb Wochen vergangen, seit wir uns auf der Buchmesse in Frankfurt getroffen haben. In der Zwischenzeit war hier so viel los, dass ich gar nicht dazu kam, etwas darüber zu schreiben – aber heute tue ich es doch noch:

Erstmal fand ich es sehr, sehr schön, dass wir uns ENDLICH mal wieder gesehen haben!!! Und die Buchmesse war auch wieder sehr interessant und es gab so viel Schönes (und auch Schreckliches!) zu sehen. Aber weisst Du, als ich danach wieder im Zug saß habe ich gemerkt, dass ich mal wieder zu viel gesehen hatte und dann auf einmal das Gefühl hatte, gar nichts RICHTIG gesehen zu haben – kennst Du das?

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Sehr gut gefallen hat mir die Ausstellung des Gastlandes Indonesien – von der Atmosphäre her – und die vielen Bücher über Batik-Muster fand ich auch sehr inspirierend – welch tolle Form- und Farbzusammenstellungen!

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Und dann natürlich der Stand der Stiftung Buchkunst! Am meisten in Erinnerung geblieben ist mir das ausgezeichnete Kinderbuch, auf das Du mich hingewiesen hast – „Wenn Du einen Wal sehen willst“ von Julie Fogliano und Erin E. Stead – diese Illustrationen sind wirklich wunderbar – so schlicht und doch derart besonders, typisch und anrührend – der Hund ist einfach herrlich!! Und es gab dort noch so viele andere schöne Bücher anzuschauen und anzufassen – das Blatt mit den handschriftlichen Bemerkungen und Beurteilungen der Jurymitglieder, das in den Büchern liegt, finde ich auch immer spannend.

Und eigentlich hätten mir diese beiden Sachen genügt – vielleicht noch der Verlag Hermann Schmidt – und selbstverständlich noch der Besuch bei „Deinem“ Baobab Verlag  – alles andere war mir dann einfach zu viel. Vielleicht schaffe ich es das nächste Mal, mich auf weniger zu beschränken – less is more (more or less) …

Wie ging es Dir? Was ist Dir besonders in Erinnerung geblieben? – Hoffentlich nicht mein Sturz – hi hi hi

Viele liebe Beijos

Deine Ju