Sommerfrische und das schönste Cover

Hallo zusammen,

heute haben auch bei uns ENDLICH die Sommerferien begonnen. Zu diesem Anlass hier etwas Passendes aus meinem Skizzenbuch: Die farbige Umsetzung (Acryl) einer alten s/w-Fotografie von ca. 1950. Dieses Foto finde ich einfach so schön und animierend, das Meer, die Wellen und die Badenden – man riecht und hört förmlich das tosende Meer und schmeckt das Salz auf der Zunge – und diese Badekappen – einfach herrlich, oder?

Sommerfrische  sommerfrische_acryl

Und noch was für alle Cover Lover: Kennt Ihr den The Beauty and the Book Award? Ein Publikumspreis für das schönste Cover, ins Leben gerufen von der Frankfurter Buchmesse und der Stiftung Buchkunst. Jeder kann für das/die Cover seine Stimme abgeben, die ihm besonders gut gefallen und auch selbst Vorschläge einreichen.

Eymards aktuelles Buch ist übrigens auch dabei. Wenn Euch das Cover auch so gut gefällt, dann voted doch für Onkel Flores:-)

 

Euch allen noch einen schönen, sonnigen und erquickenden Sommer

 

Juliane

 

 

 

 

Integrationstheater an der Heinrich Mumbächer Schule in Mainz

Liebe Ju,

Eure Markt der Möglichkeiten war sicherlich ein Erfolg. Erstmal mit dem Wetter, das gut mitgemacht hat, dann habt Ihr viele Publikum gehabt, nicht wahr?  Ich habe mich für Euch sehr gefreut.

Und hier im Mainz, haben wir vor genau zwei Wochen, unsere Theater Aufführung. Das hat alles super geklappt. Die Kinder waren sehr aufgeregt aber haben alles hingekriegt. Die Eltern und Lehrerinnen waren sehr begeistert. Das war das vierte Mal, dass ich dieses Projekt gemacht habe und das zweite Mal mit den beiden Theaterpädagogin: Nadja Blickle und Marina André. Wir sind mittlerweile ein gutes eingespieltes Team und haben uns entschieden nächstes Jahr, nach Ostern, wieder ein Projekt zu machen.

Spannend war außerdem zu beobachten, wie diese Gruppe enormen Spaß an der Erstellung ihrer Bühnenbilder gehabt hat. Schau mal wie süß und fleissig waren sie:

 

Handwerk ist Kunst – Markt der Möglichkeiten 2016

Liebe Ey,

sehr gut, dass Du nun bei SEARA mit am Start (und am Stand) bist! Den Bildern nach zu urteilen, hattet Ihr einen gelungenen Tag.

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Der Markt der Möglichkeiten war auch wieder toll! Meine Tante Sibylle, von der die Texte auf den Motiven der „edition si:ju“ stammen, war auch wieder mit dabei. Dieser Platz um die Jakobuskirche in Tübingen ist wirklich eine schöne Location und die Atmosphäre des Marktes ist immer wieder besonders – sehr vielseitige Aussteller und Angebote, Musik, Theater für die Kinder – kurz ein buntes, lustiges Treiben. Die Veranstalter (die Jakobusgemeinde und die Stadt Tübingen) geben sich immer große Mühe und schaffen es jedes Jahr aufs Neue, zwei richtig „runde“ Markttage zu ermöglichen.

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Bis kurz vorher wollte ich es einfach nicht wahrhaben, dass das Wetter nicht mitspielen könnte – am Freitag bekam ich dann aber doch „Muffe“ – denn Papier und Regen ist einfach keine gute Kombination. Zum Glück bekam ich noch einen tollen Pavillon geliehen – und wir und unsere Karten, Drucke, Leinwände usw. überstanden diverse Regenschauer unbeschadet. Zwischendurch schien auch immer mal die Sonne. Das Publikum ließ sich durch das wechselhafte Wetter nicht beirren und kam und kaufte fleißig. Auch mein neues Tübingenmotiv – TÜpisch: die Neckarfront – kam gut an  :-)

 

Liebe Grüße, Beijos

 

Ju

SEARA bei der Somerfest der Römerstein Schule, Mainz-Bretzenheim

Liebe Ju,

ich bin ganz neugierig zu hören, wie es bei Dir bei dem Markt der Möglichkeiten war.

Gestern durfte ich das erst Mal in dem Stand von SEARA dabei sein und meine Bücher aufstellen. SEARA ist einen deutsche Verein, der eine brasilianische Partnerorganisation in der Amazonasgebiet unterstützt. SEARA kümmert sich an mehr als 140 Kinder, Jugendliche und deren Eltern, in eine große Tagesstätte in der Stadt Santarém.

Bei dem Stand habe ich mit den Mittarbeitern: Timo, Ana und Hans vieles über die Organisation gelernt. Und dazu habe ich verschiedenen Lehrerin der Römerstein Schule kennengelernt. Daraus wird es sicherlich ein paar Lesungen für Onkel Flores entstehen.

Beijos

NZZ am Sonntag

Liebe Ju,

Deine Tübingen Bild trifft sehr die gemütliche Atmosphäre dieser kleinen, schönen Stadt. Der Titel: „TÜpisch: Die Neckarfront“, fein und witzig. Aber was mir richtig gut gefallen hat, war der Schatten der Häuser im Wasser.

Am Wochenende findet der Markt der Möglichkeiten statt und ich wünsche dir viel Spaß beim deinen Stand. Noch eine „Idee“ wäre es dieses Bild groß auf Leinwand zu bringen. Ich kann mir vorstellen, dass die Leute so ein Bild nicht nur als Postkart haben wollen aber  auch es gerne aufhängen wollen.

Ich habe auch was um Dir zu erzählen, es ist schon ein bisschen her aber noch aktuell: der NZZ am Sontag hat am 22. Mai, einen netten Bericht über Onkel Flores rausgebracht. Schau das mal:

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TÜpisch: Die Neckarfront

 

Liebe Ey,

erstmal ganz herzlichen Glückwunsch zur Klima-Buch-des-Monats-Auszeichnung für „Onkel Flores“, das ist einfach tolllll!!!

Schrecklich aber, dass Dein Buch nun solch eine furchtbare Aktualität bekommen hat – Dein Bericht über den Rio Doce klingt erschreckend – es ist so traurig und macht so wütend, dass wieder ein großes Stück intakter Natur auf Jahre, Jahrzehnte oder gar für immer zerstört ist und so viele Menschen ihrer Lebensgrundlage beraubt sind.

Ich bin von meiner sonnigen Auszeit am ligurischen Meer zurück und richte nun mein Augenmerk auf den Markt der Möglichkeiten in Tübingen, der am 11. und 12. Juni stattfinden wird und bei dem ich wieder mit einem Stand dabei sein werde. Drück‘ die Daumen, dass das Wetter dann besser ist als jetzt.

Rechtzeitig zum Markt ist mein neues und erstes Tübingen-Motiv fertig geworden, heute kamen die Postkarten aus der Druckerei :-))

TÜpisch: Die Neckarfront

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Liebe Grüße und viele Beijos

Ju

 

Sechs Monate nach der Schlammlawine von Rio Doce

Liebe Ju,

ich möchte eine schöne Nachricht, die ich bekommen habe, mit Dir / Euch teilen aber ich wollte Dir / Euch auch etwas weniger erfreulich erzählen, dass in den Medien in Deutschland, kaum berichtet wird.

 
Ich fange mit der schöne Nachricht an: ich habe dieser Woche erfahren, dass die Jury der Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur mein neues Buch Onkel Flores als Klima-Buch des Monats Juni 2016 prämiert hat! Ich habe mich sehr gefreut über diese Nachricht. Mit dieser Wahl erhält mein Buch das Recht, das Klima-Buch Gütesiegel zu verwenden. Hier den Link dazu:
 
 
Und jetzt erzähle ich Dir / Euch die weniger erfreuliche Nachricht: Für die, die das Buch noch nicht kennen, ich erzähle die Geschichte eines Schneiders und seines Neffe, die in einem Dorf am Ufer des São Francisco Flusses in Brasilien leben. Das Dorf ist von dem grauen Staub einer Fabrik bedeckt worden und genauso wie die Häuser in dem Dorf sind ihrer Einwohner traurig und farblos. Gegen die Verschmutzung der Fabrik kann einen normaler Bürger wie Onkel Flores nicht viel machen aber trotzdem hat meine Geschichte ein fröhliches Ende gefunden. 
 
Während ich das Buch gemacht habe, wusste ich nicht, dass mein Buch, „Onkel Flores, eine ziemliche wahre Geschichte aus Brasilien“,  so nah am echten Leben dran war. Im November letztes Jahr, als Onkel Flores noch in der Druckerei war, ist in Brasilien die größte Umweltkatastrophe aller Zeit passiert, nicht am São Francisco Fluss (der aber auch sehr gefährdet ist) sondern in einem anderen bedeutenden Fluss in Minas Gerais (die Gegend, wo ich herkomme), dem Rio Doce.  
 

ich wünsche den Betroffenen Menschen der Region auch ein besseres Ende für dieser traurige Geschichte.

Hier habe ich ein Zusammenfassung vom Ausmass dieser Katastrophe:

Beim Bruch eines Klärschlammbeckens einer Eisenerzmine im Bundesstaat Minas Gerais, flossen Anfang November 2015 rund 60 Millionen Kubikmeter Klärschlamm in den Rio Doce.

Es ist die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Brasiliens. Ein ganzer Fluss, mehr als 800 Kilometer lang, verseucht. Sechs Monaten ist es jetzt her, dass im Bundesstaat Minas Gerais ein gigantisches Staubecken mit giftigen Rückständen aus dem Eisenerzabbau barst. Der mit Schwermetallen belastete Schlamm ergoss sich in den Rio Doce – von seinem Quellgebiet bis zur Atlantikmündung und begrub mehrere Dörfer unter sich.
 
Bisher ist nicht viel zur Rettung passiert. Stattdessen: Lügen, Schweigen und Ablenkungsmanöver. Eine UN-Delegation war schon im Dezember letztes Jahr ins Unglücksgebiet gereist auf der Suche nach Antworten. Zwar haben sich die Betreiber verpflichtet, Schadensersatz an Anwohner und Fischer zu zahlen, von einer Rückkehr zum Alltag kann aber bisher kaum die Rede sein.
 
Der süße Fluss – wie der Rio Doce übersetzt heißt – macht seinem Namen derzeit keine Ehre. Was einst ein Naturparadies, die Heimat vieler Fischarten und die Lebensgrundlage Tausender Fischer war, ist sechs Monate nach der Schlammkatastophe über weite Strecken eine braune, undurchsichtige Brühe. Ein schlammbrauner Lindwurm aus Arsen, Quecksilber und noch weitere Schwermetalle, der sich auf über Hunderte von Kilometer bis zur Mündung in den Atlantik schiebt.
 
Samarco,  ist ein Zusammenschluss von zwei der drei größten Bergbaukonzerne der Welt: dem englisch-australischen BHP Billiton und dem brasilianischen Vale, an dem die brasilianische Regierung knapp 50 Prozent der Anteile hält.  Samarco hat bis jetzt die Geldstrafe noch nicht bezahlt, sich immer noch nicht mit der brasilianischen Regierung auf einen Entschädigungsplan geeinigt und das Leck in der Abfallbecken noch nicht beseitigt. Der Brühe läuft immer noch aus. Umweltorganisationen haben Samarco wegen Verachtung und Verbrechen gegen der Natur verklagt. Demnach soll das Unternehmen in den kommenden Jahren umgerechnet rund fünf Milliarden Euro für Sanierung und als Entschädigung aufwenden. Für die Staatsanwaltschaft in Minais Gerais ist das nicht ausreichend.
 
Zur Zeit sind mein Neffe Felipe und seine Frau, in der Mündung von Rio Doce in der Atlantik, 800 Km weiter von dem Unfallort entfernt. Sie machen eine Arbeit für die Firma Samarco, und registrieren Menschen und Familien, die vom Bruch der Damm betroffen sind. Sie sind meistens Fischer, Bauern und Händler, die ihre Arbeit ganz oder teilweise verloren haben. Das die Firma Samarco diese Arbeit fördert, ist dem Druck von Umweltorganisationen, wie IBAMA und ANA zu danken. 
 
Felipe hat mir die Fotos (unten) von der Mündung von Rio Doce in der Atlantik (Praia de Regência) geschickt. 
 

Viele von Euch werden sehr wahrscheinlich dieses Jahr die Olympiade im Fernseher anschauen oder sogar nach Brasilien fliegen, um vor Ort das Event zu erleben. Ich freue mich auch darauf und die Aufmerksamkeit und vielen Besucher sind superwichtig für die Brasilianer. Mir war es trotzdem wichtig, euch von diesen Problemen zu berichten. Im Moment läuft in Brasilien vieles nicht richtig aber das ist auf jeden Fall das schlimmste Beispiel für die Missstände.

Ey

Fotos: Felipe Vorcaro de Toledo